| A VERBRECHER WENIGER AUF DER WELT LUDWIG HIRSCH -------------------------------------------------- Ich schau aue aus'm Fenster, so viel Lichter hat die Stadt, sicher kommen morgen a Haufen Leut' auch das Fernsehen kommt, haben's g'sagt. A frisches Hemd werd ich morgen tragen, aus weiem Kattun, nur das Hemd, es hat kan Kragen, is eh klar, warum. Mama, und du wanst daham, aber du warst doch auch immer dafr, da bei uns bald wieder a Galgen aufgstellt wird. Und jetzt steht er da fr mich, fr mich dein eignen Sohn, Mama, warum wanst, Mama, sei doch froh, a Verbrecher weniger auf der Welt. Der Pfarrer hat mich heut besucht, er war wirklich sehr nett, zum Schlu hab ich sogar a Vaterunser mit ihm bet'. Sogar der alte grantige Wrter, der nie spricht, scho gar net mit mir, hat ganz lau mitgebetet, drauen vor der Tr. Mama, und du wanst daham, aber du hast doch auch immer g'schrien: "es wird Zeit, da bei uns bald wieder a Galgen aufgstellt wird". Und jetzt steht er da fr mich, fr mich dein eignen Sohn, Mama, warum wanst, das hast doch immer wollen, An Verbrecher weniger auf der Welt. Ich bin g'spannt wie er dreinschaut, der Henker morgen frh, vielleicht grinst er mich an, dann grins ich halt z'rck, so gut ich kann. Sicher tragt er an schwarzen Hut und seine Hnd san ttowiert, hoffentlich macht er es gut, hoffentlich wer ich nix spren, hoffentlich wer ich nix spren. e, ich habs ned so g'meint! H { * , . Q n 1 Z n I W = e N \ ? a Arial |
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